Kennst du das Kribbeln vor dem Aufsteigen? Dieses mulmige Gefühl im Bauch, bevor du den Fuß in den Steigbügel setzt? Du bist damit nicht allein. Reitangst ist weit verbreitet – und dein Körper kann lernen, ruhiger zu werden. Mit diesen 5 einfachen Atemübungen bereitest du dich mental und körperlich auf das Reiten vor.
Warum Atemübungen bei Reitangst helfen
Angst aktiviert das Nervensystem – Herzschlag steigt, Muskeln verspannen sich, die Atmung wird flach. Dein Pferd spürt das sofort. Gezielte Atemübungen aktivieren den Parasympathikus – den "Ruhe Nerv" – und signalisieren deinem Körper: Alles ist sicher. Das überträgt sich direkt auf dein Pferd.
Übung 1: Die 4-7-8 Atmung
Atme 4 Sekunden ein, halte 7 Sekunden an, atme 8 Sekunden aus. Wiederhole 3–4 Mal. Diese Technik beruhigt das Nervensystem schnell und ist ideal direkt vor dem Aufsteigen.
Übung 2: Bauchatmung
Lege eine Hand auf den Bauch. Atme tief in den Bauch – die Hand hebt sich. Atme langsam aus. 5 Atemzüge genügen, um die Körperspannung zu senken.
Übung 3: Wechselatmung (Nadi Shodhana)
Aus dem Yoga: Rechtes Nasenloch zuhalten, links einatmen. Dann links zuhalten, rechts ausatmen. Wechseln. Diese Übung balanciert die Gehirnhälften und bringt innere Ruhe.
Übung 4: Löwenatmung
Tief einatmen, dann mit offenem Mund kräftig ausatmen und dabei die Zunge herausstrecken. Klingt komisch – wirkt aber! Löst Anspannung im Kiefer und Hals, die sich bei Angst oft aufbaut.
Übung 5: Kohärente Atmung
Atme gleichmäßig 5 Sekunden ein und 5 Sekunden aus – ohne Pause. 5 Minuten lang. Diese Technik bringt Herzschlag und Atmung in Einklang und ist ideal als tägliche Routine vor dem Stallbesuch.
Deine Routine für den Stall
Probiere es so: 10 Minuten vor dem Reiten → Übung 1 oder 5. Direkt beim Pferd → Übung 2. Beim Aufsteigen → tief einatmen, beim Aufsitzen ausatmen. Mit der Zeit wird Ruhe zur Gewohnheit – für dich und dein Pferd. 💚
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