5 Yoga-Übungen die deinen Reitersitz sofort verbessern
„Sitz tiefer!“ – „Herabhängende Beine!“ – „Geh aus den Schultern raus!“ Kennst du diese Anweisungen aus dem Reitunterricht? Der Wille ist da. Aber der Körper macht nicht mit.
Das ist kein Willensversagen – das ist Anatomie. Ein guter Reitersitz braucht Beweglichkeit, Stabilität und Körperbewusstsein, die du im Alltag erst aufbauen musst. Yoga ist dafür gemacht.
Diese 5 Übungen haben den größten direkten Effekt auf deinen Sitz – nachgewiesen durch Studien und bestätigt von Profi-Reiterinnen weltweit.
Übung 1: Taube (Eka Pada Rajakapotasana) – für tiefe Hüften
Problem im Sattel: Zu hohe, eingeklemmte Knie, steife Hüfte, kein Mitschwingen.
Yoga-Lösung: Die Taube öffnet die Hüftaußenrotatoren und Beuger – die Muskeln, die für einen tiefen, entspannten Sitz verantwortlich sind.
So geht’s: Im Vierfüßler ein Knie nach vorne schieben, das Unterschenkelgewicht über den Boden verteilen. Hinteres Bein gestreckt. Oberkörper aufrecht oder nach vorne abgelegt. 2–3 Minuten pro Seite. Nicht zwingen.
💡 Praxis-Tipp: Täglich 3 Min. Taube = nach 2 Wochen sprichst du mit deiner Reitlehrerin nicht mehr über Hüftprobleme.
Übung 2: Breitwinklige Vorbeuge (Upavistha Konasana) – für Innenoberschenkel
Problem im Sattel: Zu viel Druck mit dem Knie, schlechter Schenkelkontakt, Verkrampfen.
Yoga-Lösung: Dehnt die Adduktoren (Innenoberschenkel) – die Muskeln, die beim Reiten am stärksten beansprucht und am häufigsten verkürzt sind.
So geht’s: Im Sitzen Beine so weit wie möglich spreizen. Rücken aufrecht, Oberkörper langsam nach vorne geneigt. 90 Sekunden halten. Tief in die Dehnung atmen.
Übung 3: Katze-Kuh (Marjaryasana-Bitilasana) – für die schwingende Wirbelsäule
Problem im Sattel: Steifer Rücken, kein Mitschwingen in der Bewegung des Pferdes, hohlkreuzartige Haltung.
Yoga-Lösung: Mobilisiert alle Wirbelgelenke und trainiert das Bewusstsein für Becken-Wirbelsäulen-Koordination.
So geht’s: Vierfüßler. Einatmen: Bauch sinkt, Blick nach vorne (Kuh). Ausatmen: Rücken wölbt sich, Kinn zur Brust (Katze). 10–15 fließende Wiederholungen. Diese Übung täglich macht mehr für deinen Reitersitz als jede Longestunde.
Übung 4: Baum (Vrksasana) – für Balance und Konzentration
Problem im Sattel: Einseitiges Gewicht, Wackeln bei Tempowechseln, Konzentrationsverlust.
Yoga-Lösung: Einbeinige Balance trainiert exakt die Stabilisatoren, die im Sattel über das Gleichgewicht entscheiden.
So geht’s: Auf einem Bein stehen. Fuß an das Standbein anlegen (Höhe Knie oder Oberschenkel, nie direktes Knie). Hände vor der Brust oder über dem Kopf. Blick auf einen fixen Punkt. 30–60 Sekunden pro Seite. Wer abgelenkt ist, kippt um – übt also auch mentale Präsenz.
Übung 5: Brücke (Setu Bandha Sarvangasana) – für Rückengesundheit & Kraft
Problem im Sattel: Hohlkreuz, vorgezogene Schultern, fehlende Rumpfkraft für lange Reitstunden.
Yoga-Lösung: Stärkt Po, Beckenbodenmuskulatur und unteren Rücken – die Basis jedes guten Reitersitzes.
So geht’s: Rückenlage, Knie gebeugt, Füße hüftbreit am Boden. Becken langsam anheben, Position halten. 5 Atemzüge oben halten, dann langsam absenken. 5–8 Wiederholungen.
Dein Mini-Programm: 15 Minuten täglich
| Übung | Dauer |
|---|---|
| Katze-Kuh | 3 Min. |
| Taube links & rechts | 4 Min. |
| Breitwinklige Vorbeuge | 2 Min. |
| Baum links & rechts | 2 Min. |
| Brücke | 2 Min. |
| Savasana (Ruhe & Nachspüren) | 2 Min. |
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❤️ Herzlich, Petra – Gründerin famora-style